Das Erbe der Zukunft

Die Zahl und die Vielfalt der UNESCO-Welterbestätten in Mitteldeutschland könnte in den kommenden Jahren weiter steigen. So soll die UNESCO noch bis 2015 entscheiden, ob die deutsch-tschechische „Montanregion Erzgebirge“ in die berühmte Liste aufgenommen wird – nicht etwa als Museum, sondern als lebendige Kulturlandschaft mit 800-jähriger Bergbautradition. Fast zeitgleich kandidiert auch der „Naumburger Dom und die hochmittelalterliche Herrschaftslandschaft an Saale und Unstrut“. Während in der sächsischen Messestadt die „Leipziger Notenspur“ plant mit den Wohn- und Wirkungsstätten berühmter Komponisten des 18. bis 20. Jahrhunderts ins Rennen zu gehen, bewirbt sich die thüringische Landeshauptstadt Erfurt mit den einmaligen baulichen Zeugnissen ihrer mittelalterlichen jüdischen Gemeinde. Darüber hinaus stehen bereits die Franckeschen Stiftungen in Halle (Saale) auf der deutschen Vorschlagsliste.